Private Equity ist einerseits der zusammenfassende Begriff, der für Eigenkapital-Anlageformen an Unternehmen im Aufbau verwendet wird und andererseits steht der Begriff für Investitionen in bereits etablierte Unternehmen. Ersteres grenzt sich damit vom Aktienmarkt ab und zweiteres steht im Gegensatz zum Venture Kapital. Weiterlesen
Elterngeld: Unappetitliche Protestaktion
Die Nutzer der Internet Site Elterngeld.net sind aufgebracht über die übergangslose Stichtagsregelung, nach der Eltern, deren Kind vor dem 1. Januar 2007, 0 Uhr keinen Anspruch auf Elterngeld haben. Für Kinder, die danach geboren werden, entsteht der volle Anspruch. Das wird als ungerecht empfunden und führte, wie Die Welt berichtet, nun zu einer radikalen Protestaktion: Im Rahmen der Aktion »Windeln vor Uschi« schickten verärgerte Eltern Pakete mit gebrauchten Windeln an Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen. Beim Ministerium zeigt man sich allerdings wenig beeindruckt: Die Stichtagsregelung steht und das Thema sei abgeschlossen. Ohnehin habe erst eine einzige Windel ihren Empfänger erreicht.
Elterngeld berechnen
Seit dem 01. Januar 2007 wurde das bisherige Erziehungsgeld durch das Elterngeld ersetzt. Es handelt sich dabei um eine Unterstützung für Eltern, die 12 bis 14 Monate unmittelbar nach der Geburt des Kindes gewährt wird. Die Höhe des Elterngeldes ist dabei vom Einkommen der Eltern abhängig. Wer wissen möchte, wie hoch die Unterstützung ausfällt, kann das Elterngeld auch online berechnen. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bietet extra für diesen Zweck einen Elterngeldrechner an.
Banken wuchern mit Krediten
Eine Untersuchung des Bundesverband der Verbraucherzentralen kam zu der Erkenntnis, dass viele Banken bei der Kreditvergabe fragwürdige Praktiken einsetzen. So würden Kunden beim oft zum Abschluss teuerer Kreditausfall-Versicherungen gedrängt, deren Prämien gesetzeswidrig nicht in Effektivzinsberechnungen eingingen. Während der Bankenfachverband die Studie als nicht repräsentativ kritisierte, fordern die Verbraucherschützer mehr Transparenz: Der Kunde müsse ein Angebot mit und ohne Restschuldversicherung bekommen.
Von den bisher in einer Stichprobe befragten Kreditkunden gaben 70 Prozent an, dass eine Restschuldversicherung ohne Nachfrage abgeschlossen wurde.
Ablösung bei Bertelsmann
Hartmut Ostrowski, bisher Chef des Bertelsmann-Tochterunternehmens Arvato, wird bald die Führung bei Europas größtem Medienkonzern übernehmen. Zum 1. Januar 2008 soll Ostrowski den bisherigen Konzernchef Gunter Thielen ablösen, wie der Aufsichtsrat heute entschied. Dabei konnte sich der 48 jährige gegen seinen Konkurrenten Ewald Walgenbach durchsetzen. Thielen, ein enger Vertrauter der Familie Mohn, welche den Bertelsmann Konzern kontrolliert, beabsichtigt einen Wechsel an die an die Spitze des Aufsichtsrats.
BenQ Mobile – Insolvenzverfahren eröffnet
Nachdem sich bisher kein Investor für den insolventen Handyhersteller BenQ Mobile finden liess, hat das Amtsgericht München heute offiziell das Insolvenzverfahren eingeleitet. Der Betrieb der Firma wurde weitgehend eingestellt. Allerdings soll eine Reihe von Mitarbeitern Handys, die schon fast fertig produziert waren, noch verkaufsfähig machen.
Nachdem der Konzern Ende September Insolvenz beantragt hatte, wurde monatelang nach Investoren für die ehemalige Siemens Handysparte gesucht. Theoretisch könnte auch jetzt noch ein Investor einsteigen, um Teile des Geschäftes aus der Insolvenzmasse zu übernehmen, es ist jedoch unwahrscheinlich, dass alle derzeitigen Arbeitsplätze erhalten werden können. Bereits im September verloren 2000 der 3000 deutschen Beschäftigten ihre Jobs.
Siemens Korruptionsaffäre zieht Kreise
Der Skandal um die Schwarzgeldkonten bei Siemens weitet sich immer weiter aus. Wie Heise berichtet, hat die Münchner Staatsanwaltschaft inzwischen den früheren Siemens-Zentralvorstand Thomas Ganswindt verhaften lassen. Anscheinend hat auch die Konzernführung schon länger von den Vorgängen gewusst, als bisher zugegeben wurde. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass 200 Millionen Euro veruntreut wurden. Die Siemens Konzernspitze räumt aber inzwischen ein, dass das finanzielle Ausmass weitaus höher sein könnte, als bisher angenommen.
BaFin Chef Sanio entlastet
Jochen Sanio, Chef der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), wurde laut FTD von seiner Behörde entgültig entlastet. Die Korruptionsvorwürfe wurden fallengelassen, nachdem die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen abgeschlossen hatte, und Sanio keine persönlichen Verfehlungen vorgeworfen werden konnten.
Börsennotierte Immobilienfonds in Deutschland nur abgespeckt
Nach langem hin und her sollen die von der Finanzbranche sehnlichst erwarteten börsennotierten Immobilienfonds (REITs) in Deutschland nun doch in einer abgespeckten Variante. Wie bei Spiegel Online zu lesen ist, hat das Finanzministerium bestätigt, dass Wohnimmobilien bis auf weiteres aus dem Referentenentwurf herausgenommen werden. Obwohl noch kürzlich herausgestellt wurde, dass eine solche Änderung eine Abwanderungsbewegung von Immobiliengesellschaften ins Ausland weiter beschleunigen könnte, behauptet Axel Nawrath, Staatssekretär im Bundesfinanzministerium nun, der bisherige Entwurf habe “keine Chance im Kabinett”. Teile der Regierung, so fürchtet Nawrath gar, sind bereit, das Projekt REITs scheitern zu lassen. Schade um eine gute Chance für den deutschen Kapitalmarkt.
VW plant Werk in Russland
Die Volkswagen AG will ein neues Montagewerk in Russland eröffnen, und damit seinen Marktanteil am russischen Automobilmarkt mehr als verdoppeln. Wie Die Welt berichtet, sollen bereits Ende 2007 die ersten Autos des Modells Skoda Oktavia von den Bändern des russischen Werks laufen. Die geplante Vollauslastung von 115 000 Wagen soll erstmals 2009 erreicht werden. Bis 2010 peile man einen Marktanteil von fünf Prozent des russischen Automobilmarktes an. Weitere Automobilkonzerne, die sich in Russland engagieren, sind Renault, Ford, Hyundai und Kia.