Gold und Silber als Krisenvorsorge

Die bedrohliche Situation der Finanzmärkte in der ganzen Welt verunsichert viele Anleger. Pessimistische Zeitgenossen rechnen bereits Anfang 2012 mit einer Hyperinflation oder gar dem vollständigen Zusammenbruch des Finanzsystems. Aber auch weniger argwöhnische Menschen hegen immer mehr Zweifel an der Sicherheit und Zukunft von Papiergeld und Wertpapieren. Tatsächlich kann zur Zeit wohl niemand voraussagen, ob Banken das in sie gesetzte Vertrauen noch lange aufrecht erhalten können.

Sollte es zu einer ähnlichen Geldentwertung kommen, wie in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts, ist man gut beraten, wenn man einen Teil seiner Ersparnisse in festen Werten angelegt hat. Die Edelmetalle Gold und Silber sind perfekt für diesen Zweck geeignet.

Münzen oder Barren

Typischerweise werden Gold und Silber in Form von Münzen oder standardisierten Barren angeboten. Gerade für die Verwendung als Notwährung im Falle einer schweren Finanzkrise sind Barren und Münzen sinnvoll, da ihr Wert sich auch für Laien relativ leicht bestimmen lässt.

Schmuckstücke aus Gold und Silber erfüllen diese Voraussetzung kaum, da deren Wert von weitaus mehr Faktoren als der reinen Materialbeschaffenheit abhängt. Gerade in turbulenten Zeiten dürfte es schwer fallen, beispielsweise für ein aufwändig gefertigtes Silbercollier einen angemessenen Gegenwert zu bekommen. Auch Sammlermünzen, deren Verkehrswert oft deutlich über dem tatsächlichen Metallwert liegt, sind problematisch. Metallbarren und schlichte Münzen aus Gold und Silber hingegen haben seit jeher einen weitgehend stabilen Tauschwert, der auch in schwersten Krisen erhalten bleibt.

Schließfach oder eigener Tresor

Dass echtes Metall im Falle einer Finanzkrise spekulativen Papieren wie Goldfutures oder Optionsscheinen vorzuziehen sind, dürfte auf der Hand liegen. Es stellt sich dann noch die Frage, wo man seine Gold- und Silbervorräte lagern will. Für ein Schließfach bei einer Bank spricht zweifellos der sehr gute Schutz vor Diebstahl.

Im Falle einer wirklich harten Krise ist jedoch zu befürchten, dass auch ein Zugriff auf das Bankschließfach verwehrt wird. Der Gewinner ist hier derjenige, der die Lagerung seiner Werte in die eigene Hand genommen hat.

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