Bioenergie Fonds
Unter der Bioenergie versteht man die Energiegewinnung durch die Nutzung von Biomasse, wie zum Beispiel Holz, Mais, Raps oder Biogas. Wichtigster Punkt der Bioenergie ist hierbei, das diese nun aus erneuerbaren Energien erzeugt wird anstatt wie bisher bei Kohle oder Gas aus endlichen Rohstoffen. Weitere erneuerbare Energien sind zum Beispiel die Solar- oder Windenergie.
Die Nutzung der Solarenergie, also der Energie aus der Sonne, ist heute bereits weit verbreitet. Durch Fotovoltaikanlagen kann Strom erzeugt werden, der entweder selbst genutzt oder dem öffentlichen Stromnetz zugeführt wird. Die Energie der Sonne kann zudem genutzt werden, um Wasser zu erwärmen, welches anschließend zum Beispiel für den Betrieb der Heizung dienen kann.
Auch der Wind ist ein wichtiger Energieträger. Es werden heute immer mehr Windparks errichtet, die bei optimalem Standort eine große Menge Strom erzeugen, der dann ebenfalls ins öffentliche Netz eingespeist werden kann.
Derzeit werden in Deutschland ca. 9% der Gesamtenergie aus erneuerbaren Energien erzeugt, die Bundesregierung strebt bis zum Jahr 2020 sogar einen Anteil von 20% an. Somit ist die Bioenergie einer der größten Wachstumsmärkte, nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Die ansteigenden Rohstoffpreise und der Klimawandel zwingen zur Nutzung dieser Energien.
Um die Nutzung der regenerativen Energien weiter auszubauen, sind jedoch hohe Kosten notwendig.
Diese Kosten können zum Beispiel durch Fondsgesellschaften aufgebracht werden, die die Gelder der Kunden in diese Anlagen investieren.
Ein Beispiel hierfür ist der Bau von Biogas-Anlagen. Diese gelten als Energielieferant der Zukunft, da sie eine echte Alternative zum Atomstrom, aber auch zum Gas aus Ländern wie Russland sind. Die Stromerzeugung konnte in diesem Bereich in den letzten Jahren deutlich gesteigert werden.
Die Rendite berechnet sich bei diesen Anlagen aus den Preisen, die für den erzeugten Strom erzielt werden können abzüglich der Verwaltungsgebühren und sonstigen Kosten. Der Staat garantiert nach dem Gesetz für Erneuerbare Energien, welches im Jahr 2000 verabschiedet wurde, für Strom aus Biomasse jedoch eine Grundvergütung. Zusätzlich wird eine Boni gewährt, wenn neueste Techniken und nachwachsende Rohstoffe genutzt werden. Auch werden Investitionszulagen für den Bau solcher Anlagen gezahlt. Hierdurch liegen die Renditeerwartungen deutlich über dem Durchschnitt, sie betragen zwischen 6% und 8% p.a.
Bioenergiefonds werden in der Regel als geschlossene Fonds aufgelegt, denen Anleger bereits mit einer Einlage von EUR 5.000 beitreten können. Das Geld der Anleger wird hierbei für den Bau einer einzigen Anlage genutzt. Dies birgt jedoch auch Nachteile. Kann die Anlage die erwarteten Kapazitäten nicht erreichen, erzielt der Fonds Verluste, was sogar zum Verlust der Einlage führen kann.
Auch ist der Markt für Biogasanlagen sowie für Bioenergiefonds noch relativ jung. Bei der Auflegung des Fonds können so Planungsfehler auftreten, die erst nach einigen Jahren erkannt werden. Anleger sollten daher vor einem Investment den Verkaufsprospekt studieren, der sowohl die Gesellschaft als auch das Projekt selbst vorstellt.