Altbausanierung: Mein neues altes Haus

Immer mehr,besonders alleinstehende – Menschen wohnen auf immer größerer Grundfläche – der Trend der modernen Zeit geht dazu hin, in großzügigen Wohnungen zu leben oder sich Eigentum zuzulegen. Viele Menschen verwirklichen sich den Traum von den eigenen vier Wänden. Dabei muss man einiges bedenken – z.B. ob man stadtnah oder lieber ländlich leben möchte, ob ein Neubaugebiet in Frage kommt oder lieber ein altes, gewachsenes Wohngebiet. Entscheidet man sich für Letzteres, hat man zwar häufig die Vorteile der bereits vorhandenen Infrastruktur und oftmals recht großzügig geschnittene Grundstücke, aber auch den Nachteil, dass die Immobilie alt und sanierungsbedürftig sein kann. Neubaugebiete der jüngeren Zeit weisen zwar hübsche, zweckmäßige und moderne Bauten auf, zeichnen sich aber auch durch kleine Grundstücke aus, wo einem die Nachbarn regelrecht “auf die Pelle” rücken. Streit ist oftmals vorprogrammiert. Zusätzliche Kosten entstehen häufig durch die Erschließung des Wohngebietes, den Bau von Bürgersteigen, Parkplätzen oder sonstigen anliegerkostenpflichtigen Dingen. Hat man kleinere Kinder, muss man diese nicht selten über weite Strecken zu Kindergärten oder Schulen fahren, da in einem Neubaugebiet diese noch gar nicht vorhanden sind. Ebenso kann es sich mit Einkaufsgelegenheiten verhalten, Banken oder Geschäften.
Aus diesen Gründen entschließen sich viele Menschen, sich einen Altbau mit großem Grundstück zu kaufen, da man hier viele Kosten einfach besser im Vorfeld überblicken kann. Hierbei sollte man allerdings darauf achten, dass man mit einem Baufachmann oder einem Architekten vorab seine Wunschimmobilie genauestens unter die Lupe nimmt, um zu vermeiden, dass nach dem Kauf noch – z.B. durch versteckte Schäden oder Mängel – hohe Sanierungskosten auf einen zukommen. Handwerkerrechnungen kann man heutzutage auch steuerlich absetzen, was ebenfalls für eine Bausanierung spricht. Ein weiterer Vorteil einer „gebrauchten“ Immobilie kann darin liegen, dass man sie einfach schon fertig sieht, was ja bei der Planung eines Neubaus nicht gegeben ist. So können sich beim Neubau Baumängel einschleichen, welche den Neubau vielleicht sogar unbewohnbar machen könnten und viel Ärger und Kosten verursachen mögen. Oftmals erweist sich auch die Bausubstanz eines nicht mehr ganz neuen Hauses als solider als die eines „schnell hochgezogenen“ Neubaus der Neuzeit. Vor Jahren legte man oftmals mehr Wert auf einen soliden Baustil, bei dem man nicht durch jede Wand gleich den Nachbarn hören kann. Durch eine gezielte Sanierung lassen sich auch die Nachteile der Altbauten wie z.B. eine schlechte Isolierung oder veraltete Fußböden nach eigenem Geschmack verändern. So muss jeder Interessent selbst entscheiden, wo seine Prioritäten beim Kauf einer Immobilie liegen.

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