Was ist ein Tagesgeldkonto?

Unter einem Tagesgeldkonto wird ein verzinstes Guthabenkonto verstanden, auf dessen Guthaben der Kontoführer täglich und kurzfristig zugreifen kann. Anders als ein Girokonto bieten Tagesgeldkonten typischerweise keine Verrechnungsfunktion, so dass Überweisungen auf andere Konten oder Lastschriften nicht möglich sind. Im Gegensatz zu einem Sparbuch gibt es beim Tagesgeldkonto keine Kündigungsfrist. Nachteilig kann sich bei Tagesgeldkonten auswirken, dass eine tägliche Änderung des Zinssatzes durch die Bank möglich wäre. Auch ist die Verfügbarkeit schlechter als bei einem Girokonto, so kann die Rücküberweisung auf das Referenzkonto, von dem das Geld dann weiter auf andere Konten überwiesen werden kann, ein bis drei Banktage in Anspruch nehmen. Typische Zinssätze für ein Tagesgeldkonto liegen zwischen zwei und vier Prozent. Zinssätze über drei Prozent werden aber typischerweise nur für Neukunden angeboten und sind dann meist auf einige Monate beschränkt.

4 Reaktionen zu “Was ist ein Tagesgeldkonto?”

  1. Holger

    Eine gute Alternative zu Tagesgeldkonten sind Geldmarktfonds.
    Diese bieten auch etwa die gleiche Verzinsung wie Tagesgeldkonten.
    Der Kauf geht einfach übers Depotkonto.
    Wenn schon ein Depotkonto vorhanden ist werden meist keine zusätzlichen Kosten fällig.

  2. André

    Mittlerweile hat sich im Markt für Tagesgeldkonten einiges getan - Zinsen über 4% p.a. sind keine Seltenheit mehr und gelten nicht nur für Neukunden. Ich versuche die Entwicklung auf meiner Site im Auge zu behalten. Vor dem Hintergrund der tendenziell steigenden Leitzinsen ist eine weitere Verbesserung der Zinsen für Tagesgeld zu erwarten.

  3. Tino

    Das Ende der Zinsralley ist schon in Sicht. Mehr geht eigentlich nicht mehr. Angebote jenseits dieser Marke sind meist nur da um Kunden zu gewinnen. Bei vielen Banken ist es gang und gäbe mit 4,5 und mehr Prozenten zu werben un dann im Kleingedruckten auf die begrenzte Laufzeit oder ein Anlagelimit hinzuweisen..

  4. Daniel

    Gerade an einem Punkt wie jetzt, wo das vorläufige Ende einer ganzen Serie von Zinserhöhungen abzusehen ist, sollten Anleger, die nicht wirklich täglich über ihr angelegtes Geld verfügen müssen, überlegen, ob sie sich nicht lieber fürs klassische Festgeld entscheiden. Die Situation wie wir sie derzeit erleben, dass Festgeldkonten teilweise niedriger verzinst werden, als Tagesgeldkonten, ist in der Ausprägung einmalig und kann sich auch ganz schnell wieder ins Gegenteil verkehren, wenn erste Zinssenkungen auf dem Plan stehen.

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